Musik verbindet über Länder- und Generationengrenzen hinweg
Ein Bericht des Possendorfer Gesangvereins
In den vergangenen Wochen hatte der Possendorfer Gesangverein bei mehreren Auftritten Gelegenheit, das Ergebnis der intensiven Probenarbeit zu präsentieren.
Ende September reisten wir gemeinsam mit dem Bürgermeister der Gemeinde Bannewitz, der Blockflötengruppe und der Seniorentanzgruppe des Musikverein Bannewitz e.V. zum Kirchweihfest in die Partnerstadt Dubí. Bei strahlendem Sonnenschein überbrachten die Bannewitzer Gäste ihre künstlerischen Grüße mit Gesang, Musik und Tanz und bereicherten damit das Festprogramm. Nach weiteren Beiträgen beim Erntedank- und Herbstfest der Kirchgemeinde Bannewitz und beim traditionellen Singen „Deutschland singt und klingt“ zum Tag der Deutschen Einheit stand am 10. Oktober die nächste besondere Reise an: Der Chor machte sich auf den Weg nach Jelenia Góra in Polen.
Bereits zum zweiten Mal kamen mehrere befreundete Chöre in Polen zusammen. Beteiligt waren neben unserem Chor der ukrainische Chor WOLJA, der gastgebende Chor HARFA aus Piechowice, sowie der Kinderchor der Musikschule aus Jelenia Góra. Ergänzt wurde das musikalische Ensemble durch die Jugendband der polnischen Musikschule und die Blockflötengruppe des Musikvereins unter der Leitung von Elisabeth Scholz. Das gemeinsame Singen über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg hatte sich bereits in den vergangenen zwei Jahren bei gemeinsamen Probelagern in Bannewitz und Konzerten in der Dresdner Lukaskirche bewährt.
Unter der musikalischen Leitung von drei Chorleiterinnen und der Gesamtleitung von Gerald Scholz entstand in Jelenia Góra ein rund 100 Sängerinnen und Sänger umfassender Klangkörper. Die einzelnen Chöre vereinten ihre Stimmen zu einem tollen Programm mit deutschen, englischen, ukrainischen und polnischen Liedern. Die Blockflötengruppe stellte eindrucksvoll ihr vielseitiges Können auf Sopran-, Alt-, Tenor- und Bassblockflöte unter Beweis.
Den Höhepunkt bildete am 11. Oktober 2026 das Konzert „We Shall Overcome“ in der vollbesetzten Kirche der Erhöhung des Heiligen Kreuzes, der ehemaligen Garnisonskirche in Jelenia Góra. Das Publikum erlebte ein 90minütiges Konzert, das die verbindende Kraft des gemeinsamen Singens beeindruckend zum Ausdruck brachte. Begeistert forderte es mehrere Zugaben und stimmte sogar in das Titellied „We Shall Overcome“ mit ein. Auch die Schirmherren der Veranstaltung in Polen, Bischof Pfarrer Prof. Dr. habil. Andrzej Siemieniewski von der Diözese Legnica und Paweł Gancarz, Marschall der Woiwodschaft Niederschlesien, waren des Lobes voll. Sie wünschten sich, dass die deutschen und ukrainischen Gäste auch im nächsten Jahr ein solches Konzert durchführen.
Auch der persönliche Austausch spielte eine wichtige Rolle an diesem Wochenende. In geselliger Runde lernten sich alle Beteiligten näher kennen, knüpften neue Kontakte und stärkten ihre freundschaftlichen Beziehungen. Die polnischen Gastgeber umsorgten ihre Gäste herzlich und verwöhnten sie mit selbst zubereiteten kulinarischen Spezialitäten.
Unser Dank richtet sich auch an den Sächsischen Musikrat sowie an zahlreiche Sponsoren, deren Unterstützung die Fahrt und diese Erlebnisse ermöglicht haben.
Die Begegnungen in Dubí und Jelenia Góra zeigten, wie sehr Musik Menschen unterschiedlicher Herkunft und Generationen miteinander verbinden kann. Zwei Reisen, zwei Länder und unterschiedliche Anlässe – und doch stand bei beiden Erlebnissen dieselbe Botschaft im Mittelpunkt:
Gesang verbindet Menschen, überwindet Sprachbarrieren und schafft Freundschaften.
40 Jahre Musikschulausbildung in Bannewitz
Jubiläen, Traditionen, Erinnerungen sind wichtig im privaten, im gesellschaftlichen, genauso wie im Vereinsleben. In unserem Bannewitz gibt es besonders viele Traditionen auch im sportlichen, künstlerischen, im kulturellen Leben. In den jüngsten Vorträgen über den „Jubiläums-Ortsteil“ Welschhufe wurden wieder Erinnerungen an das Freizeitleben und an die Entwicklung des Vereinslebens seit über 100 Jahren wach. Wir wissen von einem Gesangsverein Welschhufe und einer Jugendgruppe Konzertina nach dem 2. Weltkrieg, aber auch von der Gründung des Männerchores „Sangeslust“ 1899 in Cunnersdorf, dem 1926 ein Frauenchor folgte, einer Volkstanzgruppe und einem Mandolinenorchester in Bannewitz, von Kooperationsfestspielen am Kulturhaus der MTS (Maschinen-Traktoren-Station) nach 1950, von Konzerten, Liederabenden und Operettenaufführungen im Sportheim Bannewitz und vielem mehr.
Eine besondere Rolle in unserer Gemeinde hat dabei die Förderung des musikalischen Nachwuchses durch professionellen Musikunterricht. So befand sich am Kulturhaus der MTS in den 1960er Jahren eine Außenstelle der Musikschule Freital. Auf Initiative von Frau Elisabeth Scholz wurde 1986 ein Musikunterrichtskabinett aufgebaut, das sie ab 1.6.1986 leitete. Im Vordergrund stand dabei die Förderung der Freude am Musizieren ohne Druck zu Höchstleistungen. Unterrichtet wurde zunächst in den Fächern, Klavier, Akkordeon, Gitarre, Blockflöte und Musiktheorie. Gleichzeitig wurde ein Jugendchor gegründet sowie eine Blockflöten- und eine Gitarrengruppe.
Weil die Unterrichtsbedingungen im Kulturhaus (heute Autohaus Hardtke) unzumutbar waren (das Kulturhaus sollte in den 1990er Jahren saniert werden), zogen in den Tagen der friedlichen Revolution 1989 die Lehrer in die Räume des soeben frei gewordenen Gemeindeamtes in der Ernst-Thälmann-Straße (heute Kindergarten in der Windbergstraße) und wirkten seitdem im „Vereinshaus“. Mit dem Einigungsvertrag 1990 ging die Musikschule in kommunaler Trägerschaft der Gemeinde Bannewitz über.
Wenn wir in diesem Jahr 40 Jahre Musikschulausbildung in Bannewitz feiern, denken wir auch an die vielen kleinen und großen Musikschüler, die in Bannewitz Unterricht erhielten und in ihrem Alltag, in ihrer Freizeit aktiv musizieren, tanzen oder singen. Aber in Bannewitz lernten auch viele das Einmaleins der Musik, um uns später als Berufsmusiker Freude zu bereiten. So sind ehemalige Musikschüler jetzt Mitglieder von Orchestern, einige auch in Staatskapellen Deutschlands, sind Musiklehrer in Schulen, Chorleiter, Kirchenmusiker oder Solosänger, wie Anna Mateur oder – wie jüngst in Possendorf wieder zu erleben – die bezaubernde Madeleine Wolf.
Ab 2002 zwei Musikschulen in neuer Trägerschaft
Diese kulturelle Ausbildung und das Musik erleben in Ensembles, zu Proben und Auftritten sind eng verbunden mit dem im Oktober 1990 gegründeten Musikverein und ab August 2001 dem Verein der Musik- Tanz- und Kunstschule Bannewitz e.V. (s. Bannewitzer Blick in der Ausgabe von 9/2026).
Zum Jahresende 2001, also im 15. Jahr ihres Bestehens wurde die kommunale Musikschule geschlossen. Am 5.10.2001 beschloss die Mitgliederversammlung eine Musikschule des Musikverein Bannewitz e.V. zu gründen. Schon zwei Monate später, ab 1.1.2002 erhielten über 100 Schüler in den Räumen der ehemaligen Post im Erdgeschoss des heutigen Bürgerhauses Musikschulunterricht. Leiterin der Musikschule war die bereits in der kommunalen Musikschule tätige Leiterin Elisabeth Scholz.
Die angemieteten Räume in der Windbergstraße 1 wurden zur KulturTankstelle umgebaut. Vor allem die Nebengebäude hatten Mitglieder des Musikvereins und viele Helfer in unzähligen Stunden Eigenleistung umgebaut. In die Büroräume der ehemals von einer Klempnerei genutzten Räume wurden Küche, Toiletten und Duschraum eingebaut und die Werkstatträume erhielten neue Fußböden und isolierte Zwischendecken aus Holz. So entstanden neben den Räumen für die Musikschule auch Proben- und Veranstaltungsräume für Konzerte und vieles mehr. Schon hier war die große Anteilnahme der örtlichen Wirtschaft und vieler Bannewitzer Bürger zu spüren, die durch Materialspenden und viele Geldspenden den Verein mit seiner Musikschule unterstützten.
Am 8.6.2002 wurde mit einer Festveranstaltung der neue Veranstaltungssaal von Dr. Peter Schlobach und Kammersänger Herbert Rösler, der seine Kindheit und Jugend in Bannewitz verbrachte, eingeweiht. Ein Konzertflügel (s. Foto) konnte 2011/12 durch eine große Spendenaktion von Bannewitzer Bürgern und Firmen finanziert werden. Bei Konzerten oder Veranstaltungen der Musikschule können im Saal bis zu 80 Personen zuhören. Mehrere Bands, Tanz-, Chor- und Instrumentalgruppen proben regelmäßig. Künstler aus Bannewitz stellen jährlich ihre Kunstwerke aus, zur Weihnachtszeit verwandelt sich der Saal in ein festlich geschmücktes Weihnachtsstübel.
25 Jahre Musikschule in der KulturTankstelle
Wenn wir in diesen Tagen auf 25 Jahre erfolgreiche Musikschulausbildung in der KulturTankstelle zurückblicken, dann vor allem auch auf die Besonderheiten dieser Einrichtung. Von Beginn an wurden alle Qualitätsanforderungen des Verbandes deutscher Musikschulen erfüllt. Die Gemeinde Bannewitz unterstützte den Musikverein weiterhin auch finanziell, ebenso der Landkreis. Doch der Verband wollte nicht zwei Mitgliedsschulen aus Bannewitz aufnehmen. Somit standen weitere Finanzzuschüsse durch das Land Sachsen in Frage. Nach einer Petition an den Sächsischen Landtag musste der Kulturraum seine Vergabekriterien anpassen und wir erhielten seitdem jährlich eine Unterstützung durch das Land.
Auch die Corona-Zeit überstanden die etwa 200 Musikschüler und 17 Lehrkräfte. Unser aus Kanada stammende Geigenlehrer hatte schon zuvor online nach Übersee unterrichtet. Wir profitierten von ihm, denn wir übernahmen sofort mit Beginn der Schließung der Musikschule das Unterrichten per Bildschirm im Home-Office.
Die Musikschule in der KulturTankstelle setzt sich vor allem für die musische Bildung aller Altersklassen, insbesondere der Familien ein und führt damit die Traditionen der kommunalen Musikschule fort. Regelmäßig werden Spendenaktionen für sozial Benachteiligte organisiert. So werden die Preisnachlässe für Geschwisterkinder, sozial Schwache oder auch besonders begabte Schüler finanziert. Dieser Einsatz und vieles Andere wurden u.a. vom Sächsischen Staatsministerium mit der Nominierung für den Sächsischen Integrationspreis 2024 gewürdigt. Anfang Oktober diesen Jahres vermittelte uns der Sächsische Musikrat ein Cembalo, das ein Bremer Künstler unserer Musikschule schenkte.
Gegenwärtig wird der Einbau einer barrierefreien (behindertengerechten) Toilette vorbereitet. Beliebt ist auch die offene Bibliothek, die im Durchgang von Haupt- zu Nebengebäude ca. 500 Bücher und Tonträger enthält. Hier kann jedermann seit 20 Jahren Bücher und CDs kostenlos entleihen oder tauschen.
40 Jahre Musikschule in Bannewitz – davon 25 Jahre durch gemeinnützige Träger geführt – bereichert das Leben unserer Gemeinde am Rande der großen Stadt. Die Beliebtheit der Musikschule in der KulturTankstelle zeigt sich auch bei den vielen Auftritten in Bannewitz und Umgebung, in unseren Partnergemeinden und über die sächsischen Landesgrenzen hinaus.
Für ehrenamtliche Arbeit ausgezeichnet:
Andrea Butzek, Hanna Sittig und Gerhard Richter
Für ihr ehrenamtliche Engagement wurden am 8. Oktober 2026 u.a. Andrea Butzek und Gerhad Richter (vorgeschlagen vom Seniorenclub Bannewitz e.V.) und Hanna Sittig (vorgeschlagen vom Musikverein Bannewitz e.V.) in einer Feierstunde von Bürgermeister Heiko Wersig ausgezeichnet..
Hier die vom Bürgermeister verlesenen Laudationen:
Andrea Butzek ist seit vielen Jahren aktiv im Seniorenclub tätig. Sie ist eine begeisterte Tänzerin in der Seniorentanzgruppe und nimmt regelmäßig mit Freude an den Kursen Musik und Bewegung und am Kreativkurs in der KulturTankstelle teil.
Darüber hinaus ist Andrea Butzek bei unzähligen Veranstaltungen in den letzten Jahren eine große Hilfe „im Hintergrund“. Ob bei der Vorbereitung von Veranstaltungen oder beim Aufräumen oder Putzen, Andreas Einsatz ist unermüdlich und vorbildlich, auf Andrea ist immer Verlass.
Stets vertritt Andrea Butzek ihre Meinung und ist durch ihren Einsatz und ihr freudvolles Auftreten eine Alltagsheldin und ein Vorbild für alle.
Gerhard Richter
ist seit vielen Jahren aktiv im Seniorenclub und im Vorstand tätig. Er nimmt regelmäßig an den wöchentlichen Veranstaltungen und an Ausfahrten oder Feiern des Seniorenclubs teil. Bei den Spielenachmittagen ist er ein begeisterter Skatspieler.
Seine Vitalität, sein Humor und seine ideenreiche Arbeit im Vorstand, dem er seit 2010 angehört, bereichert das herzliche Klima im Seniorenclub.
Gerhard Richters Einsatz ist bis heute – immerhin feiert er in Kürze seinen 95. Geburtstag – unermüdlich und vorbildlich, auf Gerhard ist immer Verlass. Er ist für uns ein echter Alltagsheld und ein Vorbild für alle.
Seit ihrer Kindheit erlernt
Hanna Sittig
Blockflöte in der Musikschule des Musikverein Bannewitz e.V., sie spielt mittlerweile alle Flöten von Sopran- bis Bassblockflöte.
Seit vielen Jahren ist sie aktives Mit glied in der Flötengruppe und hat sehr viele Auftitte und Konzerte mitgestaltet, so zum Beispiel in der Lukaskirche Dresden, in Jelenia Góra, zu Adventskonzerten in der Possendorfer Kirche oder zu den Straßenmusiksonntagen 2024 und 2026 in unserer Partnergemeinde Bräunlingen. Auch beim diesjährigen Erntedankfest der Bannewitzer Kirchgemeinde oder zum Kirchweihfest in Dubí war sie dabei.
Auch am Vereinsleben unseres Musikvereins nimmt sie aktiv teil, hilft bei Aufräumarbeiten oder der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen in der KulturTankstelle. Beim Aktionstag „genialsozial – Deine Arbeit gegen Armut“
arbeitete sie in der KulturTankstelle und spendete ihren vom Musikverein gezahlten Lohn für soziale Projekte in Sachsen und weltweit.
Hannas Einsatz, ihr Fleiß beim Üben, ihre Hilfsbereitschaft und ihr Auftreten in der Öffentlichkeit sind vorbildlich.
Turbulente KulturTage des Musikvereins:
Sommerfest 2.0 mit Überraschungen
DANK an Bürgermeister und Gemeinderat
Die letzten Wochen waren von zwei großen Ereignissen in unserem Vereinsleben geprägt. Zum Einen fand Mitte April unser Mehr-Generationen-Projekt „We Shall Overcome“ mit dem Konzert in der Lukaskirche Dresden seinen würdigen Abschluss, zum Anderen bescherten uns Gemeinderat und Bürgermeister eine tolle Überraschung, in dem sie beschlossen, den spektakulären Goldfund von Mitarbeitern der Gemeinde den Bannewitzer Vereinen zu übergeben. Und zu diesen 30 Vereinen gehören auch unser Musikverein und unser Seniorenclub.
Von der Goldübergabe berichtet Sachsen Fernsehen:
https://www.youtube.com/watch?v=cgtboE-_nn4
Wir haben ein kleines Dankeslied aufgenommen:
https://www.facebook.com/reel/1745275243101827
Singen, Spaß und gute Laune -
Senioren feiern im Garten der KulturTankstelle
O Welt – wie bist du schön
Episoden von 2025
Stimmungsvolles Weihnachtsstübel 2025
Eine wunderschöne, klangvolle und besinnliche Adventsfeier im dicht gefüllten Weihnachtsstübel in der KuturTankstelle konnten wir am letzten Sonntag (7.12.25) erleben. Viele Musikschüler nutzten die Gelegenheit den beiden Weihnachtsmännern (sie kamen zeitversetzt!) und dem Publikum einen musikalischen Gruß zu präsentieren. Es war eine tolle Veranstaltung mit dem Possendorfer Gesangverein und dem Chor Wolja als Abschluss.
Wie immer war die
Stollenverkostung einer der Höhepunkte im Weihnachtsstübel. Neun Bäcker bzw. Filialen haben sich beteiligt und die anonyme Geschmacks-Wahl war für das Publikum nicht einfach. Die Bäckerei Göhler aus Possendorf hat nach ihrer einjährigen krankheitsbedingten Pause wieder die Besucher begeistert und erhielt die meisten Stimmen. Herzlichen Glückwunsch! Es folgten Bäckerei Bärenhecke und Dr. Quendt auf Platz 2. Den Platz 3 erreichte UNSER Bäcker aus Klipphausen, der im Possendorf Netto verkauft.
Schön war, dass alle beteiligten Stollen, die in Bannewitzer Filialen verkauft werden sowie der No-Name-Stollen einer Familie, Stimmen erhielten, was von den verschiedenen Geschmäckern des Publikums sicher herrührt.
Wir danken allen Sponsoren und den Bäckern von Herzen für Ihre Unterstützung. Besonderer Dank gilt Gerald Seifert – Seniorchef der Bäckerei Bärenhecke – der neben den „Wertungsstollen“ noch einen Premium-Stollen für die Tombola spendete. Bereits zum achten Mal in Folge erhielten Premium Butterstollen, Mandel- und Mohnstollen seiner Bäckerei die Goldmedaille des Deutschen Brotinstitutes, was wohl einmalig in Deutschland ist.
Wir wünschen ein frohes, friedliches Weihnachtsfest und alles Gute, Glück und Gesundheit im Neuen Jahr
Elisabeth Scholz
Vereinsvorsitzende
Wer hat Lust auf Handarbeiten?
„Handarbeit ist die Kunst, etwas mit Liebe und Sorgfalt zu schaffen.“
Vor einigen Jahren trafen sich in der KulturTankstelle regelmäßig einige Bastelfans und tauschten sich über verschiedenste kreative Handarbeiten aus. Stricken, Häkeln, Nähen, Filzen, Basteln, Sticken, Makramee Ideen zum Dekorieren und vieles Anderes wurden ausprobiert.
Leider endeten dann die Treffs des Kreativzirkels auf Grund der Schließung der KulturTankstelle zur Corona-Zeit. Nun gibt es Anfragen nach solchen Treffs. Stoffe, Wolle und viel Material zur kreativen Gestaltung sind noch vorhanden. Wer hat Lust? Denn: „Handarbeit ist die beste Medizin für die Seele“.
Nähere Auskünfte unter 0351-4042660 oder 0179-5204399
Für ehrenamtliche Arbeit:
Gemeinde zeichnet Christa Kunze
aus
Auf Vorschlag des Vorstandes des Seniorenclub Bannewitz e.V. zeichnete am 23. Oktober 2025 Bürgermeister Heiko Wersig
Christa Kunze in der Kategorie
Alltagshelden aus.
Hier die vom Bürgermeister verlesene Laudatio:
Für ehrenamtliche Arbeit:
Gemeinde zeichnet Rafael Schlecht und Falk Henkel aus
Auf Vorschlag des Vorstandes des Musikverein Bannewitz e.V. zeichnete am 23. Oktober 2025 Bürgermeister Heiko Wersig den Musikschüler
Rafael Schlecht
in der
Kategorie U 21
(Jugendliche im Alter von 14 – 21 Jahren)
und T-Rock- und Vorstandsmitglied
Falk Henkel in der
Kategorie Kulturelles und sportliches Engagement
aus.
Hier die vom Bürgermeister verlesenen Laudationen:
Musik kennt keine Grenzen
Eine musikalische Brücke zwischen Deutschland und Polen schlug der Possendorfer Gesangverein bei seiner Chorreise ins polnische Jelenia Góra. Vom 18. bis 19. Oktober reisten wir per Bus in die traditionsreiche Stadt im Hirschberger Tal und durften dort ein unvergessliches Wochenende erleben – gekrönt von einem gefeierten Auftritt in der ehrwürdigen Kirche der Erhöhung des Heiligen Kreuzes, der ehemaligen Garnisonskirche in Jelenia Góra.
Organisiert vom Musikverein Bannewitz e.V. machte sich am frühen Samstagmorgen der
Gesangverein Possendorf gemeinsam mit der
Flötengruppe des Bannewitzer Musikvereins sowie einem Großteil des aus ukrainischen Flüchtlingen bestehenden
Chores ‚WOLJA‘ auf den Weg gen Osten. Bereits während der Fahrt ergaben sich Gespräche und es erklangen erste Lieder – nicht nur zur Vorbereitung, sondern auch zur Einstimmung auf das Wochenende.
Im kalten, aber sonnigen Jelenia Góra angekommen, erwartete uns eine gemeinsame, intensive Probe aller angereisten Chöre sowie unserem gastgebenden
polnischen Chor HARFA aus Piechowice. Jeder Chor probte dabei seine eigenen Stücke in der jeweiligen Muttersprache und gemeinsam sangen wir als großer Chor von rund 100 Sängerinnen und Sängern Lieder in verschiedenen Sprachen. Hürden in der Aussprache wurden schon im ersten gemeinsamen Konzert dieses Jahres in der Lukaskirche in Dresden im April gemeistert.
Dort kamen wie bereits 2024 alle beteiligten Chöre zu einem dreitägigen Probenlager zusammen: Neben dem Possendorfer Gesangverein und dem ukrainischen Chor wirkten nun auch in Polen zwei polnische Erwachsenenchöre sowie der
Kinderchor der befreundeten
Musikschule aus Jelenia Góra mit. Begleitet wurden wir von der Blockflötengruppe des Bannewitzer Musikvereins und der
Jugendband der polnischen Musikschule. Unter der musikalischen Leitung von drei Chorleiterinnen und Gerald Scholz als Gesamtleiter des Projektes entstand so ein beeindruckender, generationenübergreifender Klangkörper in der Kirche.
Am frühen Nachmittag wartete ein geführter Stadtrundgang auf uns. Mit einem ortskundigen polnischen Reiseleiter erkundeten wir die malerische Altstadt, erfuhren Wissenswertes über die wechselvolle Geschichte der Region und ließen uns von der barocken Architektur und der landschaftlichen Schönheit beeindrucken.
Am Abend fand ein gemeinsames Treffen in geselliger Runde mit traditionellem polnischem Essen im Hotel statt. Bei herzhaften Spezialitäten und angeregten Gesprächen wurde nicht nur über Musik philosophiert, sondern auch die deutsch-polnische-ukrainische Freundschaft gepflegt. Lieder erklangen in einer Vielzahl von Sprachen und sprachliche Barrieren wurden einfach weggesungen.
Nach einer weiteren Probe am Sonntagvormittag im Hotel war es dann am frühen Nachmittag so weit: Vor zahlreichem Publikum präsentierten die befreundeten Chöre und Instrumentalgruppen ein abwechslungsreiches Programm unter dem Motto „Oh Happy Day“. Deutsche, englische, ukrainische und polnische Chorlieder erklangen vor beeindruckender Kulisse. Die Blockflötisten (Leiterin Elisabeth Scholz) begleiteten einige unserer Lieder und präsentierten das gesamte Potential der Flöten mit einem tollen Jazz-Stück. Langanhaltender Applaus war ein deutliches Zeichen dafür, dass der Funke übergesprungen war und so gab der Text des Schlusschores einer Oper von Georg Friedrich Händel „Es schlagen freudig unsre Herzen, wir fassen froh die Freundeshand“ unser aller Empfinden wieder.
„Es war ein unvergesslicher Moment, in dieser Kirche zu singen“, sagte eine Chorsängerin sichtlich bewegt nach dem Auftritt. Auch Chorleiter Gerald Scholz zeigte sich beeindruckt: „Die Zusammenarbeit mit den ukrainischen und polnischen Chören hat uns alle bereichert. Musik ist wirklich eine Sprache, die alle verstehen. Die Chorreise nach Polen hat einmal mehr gezeigt, wie verbindend Musik wirken kann.“
Am Nachmittag fiel der Abschied von den polnischen Gastgebern nicht leicht und große Dankbarkeit, Zufriedenheit und auch Stolz beschrieben die Gesichter aller Teilnehmer. Die Chorreise nach Jelenia Góra war nicht nur ein musikalisches Highlight, sondern auch ein Beitrag zur Völkerverständigung. Die Mitglieder des Possendorfer Gesang- und des Bannewitzer Musikvereins resümierten sichtlich bewegt am Ende dieser beiden ‚happy days‘: „Es war ein musikalisches Miteinander, das berührt hat – über Landes- und Altersgrenzen hinweg“. Fernsehaufnahmen des regionalen polnischen Fernsehens sowie eine DVD- und CD-Produktion, die demnächst veröffentlicht werden sollen, werden an das diesjährige Projekt „Oh Happy Day“ erinnern. Dank an dieser Stelle dem Freistaat Sachsen, dem Sächsischen Musikrat, der Gemeinde Bannewitz sowie den vielen Sponsoren, Privatpersonen und Bannewitzer Firmen für die großartige Unterstützung.
Gegen Abend erreichten wir wieder sicher Bannewitz – müde, aber erfüllt von den Eindrücken einer rundum gelungenen Reise.
Die Planungen für das nächste Projekt dieses großen Mehr-Generationen-Chores sind bereits im vollen Gang.
Vom 17. bis 19. April 2026 werden wir ein Chorwochenende in Bannewitz verbringen, gekrönt vom
Konzert am 19. April 2026, ab
15:00 Uhr in der
Lukaskirche Dresden. Das Motto des nächsten Projektes steht bereits fest und begeistert riefen es einige polnische Kinder: „We Shall Overcome!“ Wir freuen uns, unsere befreundeten Choristen im Frühjahr wiederzusehen. Und die Schirmherren der Veranstaltung in Polen – Bischof Pfr. Prof. Dr. Hab. Andrzej Siemieniewski von der Diözese Legnica sowie Paweł Gancarz, Marschall der Woiwodschaft Niederschlesien, luden uns Deutsche und die Ukrainer bereits zum Konzert im Oktober 2026 wieder ein.
Seniorenclub und Musikverein feierten 35.:
Eine besondere Geburtstagsfeier
mit Tanz und guter Unterhaltung
Das überraschte sogar die Organisatoren und den Eutschützer Mühlenwirt Sascha Mittag: Die erste Milonga in Bannewitz war ein großer Erfolg. Natürlich war ein großer Teil der über 70 Gäste nicht allein zum Tanzen in die Mühle gekommen, sondern Senioren sowie Mitglieder und Freunde des Musikvereins feierten Geburtstag und freuten sich an dem Treiben des seit einem Jahr übenden Tanzkreis Tango argentino und vieler Tanzfreunde.
Am 2. bzw. 4. Oktober 1990 wurden die beiden gemeinnützigen Vereine in Bannewitz gegründet. In einer Bildershow erfuhren die Gäste Wissens- und Erinnernswertes dieser 35 Jahre Vereinsleben. Und Bürgermeister Heiko Wersig gratulierte beiden Vereinen. Den Seniorenclub lud er zu einem Seniorennachmittag ins Rathaus ein und für den Musikverein gab es eine große Blumenpflanze für den Vereinsgarten sowie einen Gutschein. Der Bürgermeister hatte seine Grußrede sogar in Versform verfasst, wofür es einen Sonderapplaus gab.
Yurii und Hanna – sie leiten gemeinsam den Tango-Tanzkurs jeden Freitag in der KulturTankstelle – erhielten für ihre erfolgreiche ehrenamtliche Arbeit ein großes Dankeschön mit Präsentkorb von Elisabeth Scholz. Und anschließend wurde ausgiebig nicht nur Tango getanzt. Höhepunkte dabei waren das Spiel auf dem Akkordeon von Oleksej, der argentinische sowie Tangos aus seiner ukrainischen Heimat darbot.
Bis in den späten Abend wurde Milonga gefeiert, für die gute Stimmung sorgte auch das Team der Eutschützer Mühle mit Snacks und guter Bewirtung. Schon jetzt können sich alle Tanzfreunde auf die nächste Milonga freuen. Der Musikverein Bannewitz e.V. lädt am 24. Januar 2026 ab 19 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) in die Eutschützer Mühle ein. Für die musikalische Umrahmung ist wieder Live-Musik dabei.
Hanna und Yurii leiten seit September 2024 den Kurs Tango
argentino in der KulturTankstelle
Oh Happy Day auch in Polen
„Oh Happy Day“ – ein vom Musikverein organisiertes internationales Mehr-Generationen-Projekt – findet im Oktober seine Fortsetzung. Rund 120 Sängerinnen und Sänger sowie zwei Instrumentalgruppen aus Polen, der Ukraine und Deutschland im Alter zwischen 8 und 80 Jahren hatten im Frühjahr in einem dreitägigen Probenlager in Bannewitz ein 90minütiges Konzert erarbeitet und erfolgreich in der Lukaskirche Dresden aufgeführt.
Nun lädt die Musikschule Stanisław Moniuszko aus Jelenia Góra zum Gegenbesuch ein. Seit 2006 hat der Musikverein mit der polnischen Musikschule einen regen Austausch und bereits viele gemeinsame Projekte, u.a. das ensemble interregio, die Welttanzveranstaltungen oder die Benefizkonzerte in der Lukaskirche durchgeführt. Vom 18. bis 19. Oktober fahren nun die Flötengruppe unserer Musikschule gemeinsam mit dem Gesangverein Possendorf und dem ukrainischen Ensemble „Wolja“ nach Jelenia Góra.
Das Projekt in Polen war eigentlich im Frühjahr geplant, jedoch sind auch in unserem Nachbarland die Finanzen knapp, so dass das Konzert auf den Herbst verlegt werden musste. Auf Grund vieler Sponsoren und Teilnehmerbeiträge sowie einem Zuschuss durch den Sächsischen Musikrat wurde es nun doch ermöglicht. Das Konzert ist dem Papst gewidmet und findet in der Katholischen
Kreuzerhöhungskirche, der ehemaligen Garnisionskirche der
Stadt Jelenia Góra am
19.10.2025 um 14.00 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.